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Themenwelt - Dimensionierung von Rohrleitungssystemen

299.1.069 / V4

1 Einleitung

Neben den Rohrwerkstoffen und der Ausführung wird die Qualität des Trinkwassers massgeblich auch von der Bemessung der Trinkwasserleitungen beeinflusst. Die Ermittlung der Rohrdurchmesser der Verbrauchs- und Zirkulationsleitungen muss deswegen durch eine sorgfältige Dimensionierung auf der Grundlage aktueller technischer Regeln und Normen erfolgen.

In der Schweiz legt der SVGW die Regeln der Technik in den Bereichen Wasser- und Gasversorgung fest. Dabei gilt das SVGW-Regelwerk Wasser als Richtschnur für die Wasserversorgung für den Planer, Erbauer und Betreiber von Trinkwasserinstallationen.

Die Richtlinie W3 richtet sich nach den früheren «Leitsätzen für die Erstellung von Trinkwasserinstallationen» und legt die Anforderungen an Trinkwasserinstallationen in Gebäuden fest. Auch dient sie den Versorgungsunternehmen als Massstab zur Beurteilung neu geplanter oder bestehender Installationen. Als Zulieferer in der Sanitärbranche nimmt die R. Nussbaum AG ihre Verantwortung wahr und sorgt dafür, dass alle Diagramme und Tabellen auf dem aktuellen W3 Standard zur Verfügung stehen.

Bei Heizungsleitungen steht ein sinnvoller Pumpendruck einem optimal dimensionierten Rohrnetz gegenüber. Es dürfen keine zu hohen Strömungsgeschwindigkeiten gewählt werden, damit im Betrieb keine Strömungsgeräusche entstehen und sowohl die Druckverluste in der Anlage als auch der Energiebedarf der Heizungspumpe niedrig gehalten werden. Investitionskosten und Betriebskosten müssen in ein ausgewogenes Verhältnis gesetzt werden. Hygienische Gesichtspunkte spielen bei einer Heizungsanlage keine Rolle.

Die Norm SIA 384 legt die Anforderungen an die Planung und Ausführung von Heizungsanlagen fest.

Gasleitungen sind wichtige Transportmittel bei der Versorgung mit Gas und unterliegen ebenfalls diversen Normen und Richtlinien. Die vielfältigen Aufgaben und Anforderungen von Gasinstallationen können hier allerdings nur im Überblick dargestellt werden. Das Dokument ersetzen keinesfalls die sorgfältige Lektüre der gesetzlichen Vorschriften und der technischen Regelwerke

Die Anforderungen für die Planung, Erstellung und Betrieb einer Erdgasinstallation werden in der Richtlinie G1 (Gasleitsätze) des SVGW festgelegt. Die Richtlinie dient zudem den Versorgungsunternehmen als Massstab zur Beurteilung einer neu geplanten oder einer bestehenden Installation.

Im Bereich Flüssiggas legen die Richtlinie EKAS 6517 sowie der Leitfaden L1 der Arbeitsgruppe LPG die Anforderungen für eine Anlage fest. Der Arbeitskreis LPG befasst sich mit der Sicherheit im Zusammenhang mit Flüssiggasanlagen. Die Fragestellungen umfassen Ausbildung, Planung, Installation, Kontrolle, Lagerung, Umschlag, Umgang und Verwendung von Flüssiggas für den beruflichen, betrieblichen und privaten Bereich. Oberstes Ziel des Vereins ist es sich dafür einzusetzen, dass Anlagen und Einrichtungen zur Lagerung oder Nutzung von Flüssiggas (Flüssiggasanlagen) sicher betrieben werden können.