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Datenblatt - Systemtrenner BA mit Optifitt-Serra-Anschlussverschraubungen 92001

299.1.049 / V1

2 Funktionsprinzip

Die Trinkwasser-Systemtrenner entsprechen der SVGW-Richtlinie W3/E1, dem Reglement ZW135 und der Norm EN 12729. Sie dienen zum Schutz des Trinkwassers und verhindern das Rückfliessen von verunreinigtem Wasser ins Versorgungsnetz.

Rückfliessen kann drei verschiedene Ursachen haben:

  • Rückdrücken: Entsteht durch erhöhten Druck in Verbraucheranlagen, wie z. B. durch Wassererwärmung in geschlossenen Behältern.

  • Rücksaugen: Entsteht durch Druckverlust im öffentlichen Versorgungsnetz, wie z. B. bei grossen Wasserentnahmen beim Feuerlöschen oder bei Rohrbruch.

  • Rückfliessen durch Höhenunterschied: Entsteht, wenn die Verbraucheranlage höher liegt als der Versorgungsanschluss.

Der Systemtrenner arbeitet nach dem 3-Kammer-System. Man unterteilt in Vorkammer, Mittelkammer und Ausgangskammer und entsprechend in Vordruck-, Mitteldruck- und Ausgangsdruckzone. Die Kammern sind durch Rückflussverhinderer voneinander getrennt. Die Mittelkammer kann durch ein Entlastungsventil geöffnet werden. Dies geschieht spätestens, wenn der Differenzdruck zwischen Vordruck- und Mitteldruckzone 140 mbar beträgt.

1

Vordruckzone

4

Rückflussverhinderer

2

Mitteldruckzone

5

Entlastungsventil

3

Ausgangsdruckzone

6

Rückflussverhinderer

Ruhestellung

Wenn keine Wasserentnahme stattfindet, sind das Entlastungsventil der Mittelkammer und die beiden Rückflussverhinderer geschlossen.

Durchflussstellung

Bei laufender Wasserentnahme ist das Entlastungsventil der Mittelkammer geschlossen und die beiden Rückflussverhinderer sind geöffnet.

Rückdrücken

Wenn hinter dem Systemtrenner der Druck erhöht wird und gleichzeitig der ausgangsseitige Rückflussverhinderer undicht wird, dann drückt das Wasser in die Mittelkammer. In diesem Fall öffnet sich sporadisch das Entlastungsventil und lässt immer so viel Wasser ablaufen, dass das Differenzdruckverhältnis gewahrt bleibt.

Rücksaugen

Bei Rücksog, d. h. bei fallendem Versorgungsdruck, öffnet sich sporadisch das Entlastungsventil und lässt immer so viel Wasser ablaufen, dass das Differenzdruckverhältnis zwischen Vordruckzone und Mittelkammer gewahrt bleibt. Fällt der Versorgungsdruck auf null, so ist die Mittelkammer drucklos und gegen aussen geöffnet.

Jede Kammer ist mit einem Prüfhahn ausgestattet, der eine Druckmessung und somit eine Funktionskontrolle ermöglicht.

Weitere Informationen sind unter www.nussbaum.ch/schutz-von-trinkwasser zu finden.