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Datenblatt - Heizungsfüllgarnitur und Heizungsbefüllungsstation

1 Technische Daten

299.1.032

1.1 Produktaufbau und Werkstoffe der Heizungsfüllgarnitur

 img

1

Gehäuse

Rotguss CC246E

2

DRV-Patrone

Diverse

3

Manometer

Diverse

4

RückfIussverhinderer

Kunststoff

5

Rückflussverhinderer-Patrone

Kunststoff

6

Mittelteil

Kunststoff

7

Grobfilter

Edelstahl

8

Übergangsstück

Rotguss CC246E

9

Ablaufstutzen belüftet

Kunststoff

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1.2 Technische Informationen

Heizungsfüllgarnitur
15092

Heizungsbefüllungsstation
15095

Medium

Wasser

Nenndruck

PN 10

Betriebsdruck min.

[bar]

2.5

Betriebdruck max.

[bar]

10

6

Einstellbereich Sekundärdruck

[bar]

1…5

(Werkseinstellung: 2)

Betriebstemperatur

[°C]

30 °C

Durchflussleistung (regulärer Durchfluss)

m³/h

0.5

1.2.1 Maximale Abflussmenge am Entlastungsventil der Heizungsfüllgarnitur

Anschlussgrösse

Betriebsdruck

Abflussmenge

[Zoll]

[bar]

[m³/h]

¾

10

10

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1.3 Besondere Merkmale der Heizungsbefüllungsstation

Die Heizungsbefüllungsstation verfügt über folgende Merkmale:

  • Digitale Kapazitätskontrolle mit integrierter Leitfähigkeitsmessung zur Restwertanzeige der Kartuschen

  • Ausgangsseitige Absperrung

  • Wandhalterung für die Montage

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1.4 Anforderungen und Füllkapazität

1.4.1 Vorgaben der Richtlinie SWKI BT 102-01

Für die Füllwasseraufbereitung müssen gemäss der Richtlinie SWKI BT 102-01 folgende Werte zwingend eingehalten werden:

  • Gesamthärte < 1 °fH

  • Leitfähigkeit < 100 μS

  • pH-Wert 6.0 bis 8.5

Diese Werte sind nur durch Vollentsalzung zu erreichen.

1.4.2 Wasserinhalt des Heizsystems

Bei der Berechnung des Wasserinhalts sind folgende Grössen von Bedeutung:

Grösse

Definition

VA

Gesamtwasserinhalt des Heizsystems (Wärmeerzeuger + Hausverteilung + Heizflächen), der an der Volumenausdehnung beteiligt ist, bezogen auf die installierte Heizflächenleistung.

tmax

Maximale Systemtemperatur. Maximale Temperatur zur Berechnung der Volumenausdehnung. Bei Heizungsanlagen handelt es sich hierbei um die Auslegungs-Vorlauftemperatur, mit der eine Heizungsanlage bei der tiefsten anzunehmenden Aussentemperatur betrieben werden muss.

tR

Rücklauftemperatur der Heizungsanlage bei der tiefsten anzunehmenden Aussentemperatur.

Die nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick über VA bei verschiedenen Heizungstypen und Systemtemperaturen:

Heizungstyp

tmax | tR [°C]

90 | 70

80 | 60

70 | 55

70 | 50

60 | 40

50 | 40

40 | 30

35 | 28

VA [l/kW]

Radiatoren

14.0

16.5

20.1

20.6

27.9

36.6

Plattenheizkörper

9.0

10.1

11.9

11.9

15.1

20.1

Konvektoren

6.5

7.0

7.9

7.9

9.6

13.4

Lüftung

5.8

6.1

6.6

6.6

7.6

10.8

Fussbodenheizung

10.3

11.4

13.1

13.1

15.8

20.3

29.1

37.8

Wenn die maximale Heizleistung bekannt ist, kann der Gesamtwasserinhalt berechnet werden:

Gesamtwasserinhalt = max. Heizleistung × VA

Die nachfolgende Tabelle zeigt dies exemplarisch für ein typisches Einfamilienhaus:

Haustyp

Heizleistung

Gesamtwasserinhalt

Radiatoren

Fussbodenheizung

Einfamilienhaus Neubau

4 bis 5 kW

5 kW × 38 l/kW = 190 l

Einfamilienhaus

7 bis 10 kW

10 kW × 37 l/kW = 370 l

1.4.3 Kapazität der Kartusche

Das folgende Diagramm zeigt die Weichwassermenge, die sich mit einer 4-Liter-Kartusche (15096) in Abhängigkeit von der Rohwasserhärte erzeugen lässt.

 img

Beispiel: Olten hat eine Wasserhärte von 35 °fH. Eine 4-Liter-Kartusche hat bei 35 °fH eine Kapazität von ca. 270 Litern.

Fazit: Mit der Heizungsbefüllungsstation 15095 kann in 80 % der Fälle eine Erstbefüllung eines Standard-Einfamilienhauses erfolgen. Für eine Erstbefüllung von grösseren Einfamilienhäusern oder Mehrfamilienhäusern muss eine mobile Anlage verwendet werden.

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1.5 Montagebeispiel

Wenn eine Heizungsanlage ohne Inhibitoren fest an das Trinkwasserversorgungsnetz angeschlossen wird, muss ein Systemtrenner CA verwendet werden (siehe Merkblatt TPW «Heizungsfüllung und Nachfüllung» des SVGW). Diese Funktion erfüllt die Nussbaum Heizungsfüllgarnitur (15092), die Systemtrenner, Druckreduzierung und Manometer in einer Gruppe kombiniert.

Das nachfolgende Schema zeigt eine typische Einbausituation mit Heizungsfüllgarnitur (15092.04) und Heizungsbefüllungsstation (15095.04) sowie Absperrventilen (23100.04) und zugehörigen Anschlussverschraubungen (92001.24, 15097.04).

 img

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1.6 Montagevoraussetzungen

Für die Montage müssen folgende Voraussetzungen und Einschränkungen beachtet werden:

  • Es gelten die Bestimmungen der SVGW-Richtlinie W3.

  • Bei einem direkten Anschluss der Heizanlage an das Trinkwasserversorgungsnetz ist das Merkblatt TPW «Heizungsfüllung und Nachfüllung» des SVGW zu beachten. Der SVGW empfiehlt keine unkontrollierte (permanente) Nachspeisung der Heizungsanlage.

  • Für die feste Installation der Heizungsbefüllungsstation mit Heizungsfüllgarnitur müssen die Umgebungsbedingungen geeignet sein:

    • Keine Überflutungsgefahr

    • Gute Belüftung, keine verunreinigte Atmosphäre

    • Schutz vor hohen Temperaturen und Frost

  • Die Abflussleitung muss die maximal mögliche Abflussmenge aufnehmen können.

  • Vor und nach der Heizungsfüllgarnitur muss ein Absperrventil eingebaut sein.

  • Die Heizungsfüllgarnitur enthält einen Systemtrenner der Bauart CA und ist nach SVGW-Richtlinie W3/E2 kontroll- und wartungspflichtig. Bei Wartungen ist der eingebaute Grobfilter mit kaltem Wasser zu reinigen.

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