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Anwendungen und Lösungen - Trinkwasserhygiene – Die Anlage ist die Lösung

3 Nussbaum Stufenmodell

Das Nussbaum Stufenmodell veranschaulicht die drei Einflussfaktoren, die für die Planung, Umsetzung und Wartung von Trinkwasserinstallationen zu berücksichtigen sind. Diese Einflussfaktoren bauen aufeinander auf und müssen im Rahmen eines Gesamtkonzepts miteinander verbunden werden.

  • Material
    Für einen geringen Nährstoffeintrag sind sowohl die verwendeten Materialien als auch die ordnungsgemässe Durchführung der Arbeitsabläufe – von der Installation bis hin zur Wartung der Anlage – ausschlaggebend.

  • Temperaturhaltung
    Wassertemperaturen im für die Verkeimung kritischen Bereich müssen vermieden werden. Dazu muss die thermische Trennung von Kalt- und Warmwasser-Verteilleitungen sichergestellt werden.

  • Stagnation
    Stagnationen können im Trinkwasser-Verteilsystem nicht komplett vermieden werden. Die optimale Dimensionierung und das Sicherstellen des ordnungsgemässen Betriebs reduzieren das Stagnationsrisiko jedoch deutlich.

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3.1 Übersicht

Im Rahmen der Nussbaum Lösung werden zur Umsetzung des Stufenmodells an unterschiedlichen Stellen bestimmte Schwerpunkte gesetzt. Diese sind nachfolgend kurz zusammengefasst:

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Hausanschluss

Fokus Material

Erstkontamination vermeiden:

  • Während der Bauphase eine trockene Druckprüfung durchführen.

  • Für das Bauwasser eine Flanschabdeckung (12091) in Kombination mit einem Gartenventil nutzen.

  • Vor der Erstbefüllung die Anschlussleitung via die Flanschabdeckung spülen.

  • Die Anlage mit frischem Wasser füllen.

Hauswasserzentrale und Steigzone

Fokus Material

Trinkwasser dank Edelstahlleitungen konservieren:

  • Durch Edelstahl den Nährstoffeintrag minimieren. Dies gilt für die Steigleitungen und, wenn möglich, auch für die Zirkulationsleitung.

Fokus Temperatur

Temperaturhaltung durch thermische Trennung sicherstellen:

  • Die Anlagekomponenten der Hauswasserzentrale in einem kühlen Raum installieren.

  • In der Steigzone eine thermische Trennung der Schächte vorsehen.

  • Am Übergang zur Etage eine UP-Box für optimale thermische Trennung einbauen.

Etage

Fokus Stagnationsvermeidung

Durch Einzelzapfstellen-System mit 9-Meter-Regel ein Verwerfen in 5 s ermöglichen:

  • Durch optimal dimensionierte Leitungen im Einzelzapfstellensystem dafür sorgen, dass stagnierendes Wasser schnell verworfen wird (max. 5 s).

  • Durch Wahl des Einzelzapfstellensystems auch eine gegenseitige thermische Beeinflussung verhindern – insbesondere an den Endarmaturen (kritischer letzter Meter).

3.2 Vorteile

Mit dem Stufenmodell werden die zentralen Einflussfaktoren der Trinkwasserhygiene an den richtigen Stellen optimal berücksichtigt. Dies bringt folgende Nutzen:

  • Sicherheit:
    Das Trinkwasser wird nach dem Hauseingang nicht negativ beeinflusst und kommt in bester Qualität beim Verbraucher an.

  • Wirtschaftlichkeit:
    Die Installation ist materialeffizient. Auf Spüleinrichtungen kann verzichtet werden. Inbetriebnahme und Unterhalt sind kostengünstig. Eine nachträgliche Keimbekämpfung ist bei bestimmungsgemässem Betrieb nicht nötig.

  • Komfort:
    Das Trinkwasser kann frisch vom Zapfhahn getrunken werden. Schwankungen von Druck, Durchfluss und Temperatur werden vermieden.